Vereinte Arbeit auf dem Dach

25 freiwillige Helfer greifen Handwerkern beim Anbau des Kulturzentrums unter die Arme – Heimat- und Bürgerverein ist dankbar

Stotel. „Super, was die 25 freiwilligen Helfer geschafft haben. Die Dachpfannen waren ruck, zuck abgenommen.“ Ulf Alsguth von den Arbeitslüüd des Heimat- und Bürgervereins ist begeistert, dass das Dach auf dem Anbau des Kulturzentrums Alte Schule in Stotel nun fertig ist. „Wenn ein richtiger Sturm über das Dach hinweggefegt wäre, hätte er die Pfannen vom Dach geweht. Sie waren fast alle locker“, beschreibt Alsguth den Zustand des Daches auf dem Anbau, in dem die Toiletten untergebracht sind und der als Abstell- und Werkzeugraum dient. Schon seit Beginn der Arbeiten war klar, dass auch das Dach des Anbaus stark sanierungsbedürftig war. Einzelne, ganz marode Sparren waren in den letzten Jahren bereits ausgetauscht worden, aber für mehr reichten weder Zeit noch Geld. Beides ist zwar auch jetzt noch knapp, aber länger konnten die Arbeiten nicht hinausgeschoben werden. Und so trat der Vorstand des Heimat- und Bürgervereins, der die Arbeiten koordiniert, an die Dachdeckerfirmen Ralf Ihlo und Alexander Körk heran. Nach einigen Gesprächen zeigte sich, dass beide Firmeninhaber von dem Projekt überzeugt sind, und das Geschehen und die Veranstaltungen aufmerksam verfolgen. So kamen sie überein, Material und Arbeit zu dem äußerst günstigen maximalen Festpreis anzubieten. „Den konnten wir gerade noch zusammenkratzen“, sagte Alsguth. Voraussetzung für das Entgegenkommen beider Firmen war allerdings, dass freiwillige Helfer die Vorarbeiten leisteten. Da es in Stotel noch selten ein Problem war, Freiwillige für Projekte zu finden, wurde der Auftrag erteilt. Wie erwartet, waren genügend Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, des Schützenvereins und des TSV bereit, dem Heimat- und Bürgerverein zu helfen. Sie nahmen die alten Dachpfannen ab, entfernten defekte Dachlatten und das Holz am Dachüberstand und brachten dort neues Holz an. Unterstützt wurden sie von weiteren Freiwilligen, unter anderem Ludolf Bode und Heiko Tietz, die mit ihren Fahrzeugen für den Transport des Materials zuständig waren. „Alles andere war Arbeit für die Fachleute der beiden Firmen“, sagte Alsguth. Die rückten am nächsten Tag mit 14 Fachkräften an. Unterstützt wiederum von Freiwilligen, ging die Arbeit auf dem Dach in Riesenschritten voran. Und damit sich auch das Umfeld gepflegt präsentiert, fegten einige der Arbeitslüüd Laub und räumten den Schulhof auf. „Es war toll, wie die Vorstände und Freiwilligen der anderen Vereine und Verbände geholfen haben. Das hat Spaß gemacht“, sagt Kassenwart Udo Gällweiler. Als Dank gab es ein Spanferkelessen im Seminarraum. (be)