Geld für den Umbau der alten Schule

 

126340 Euro aus EU-Mitteln für das künftige Stoteler Kulturzentrum – Zahlreiche Umbaumaßnahmen stehen noch aus

Stotel. Die Gemeinde Loxstedt – und damit der Heimat- und Bürgerverein Stotel – erhält aus Leader-Mitteln 126340 Euro für Umbau- und Sanierungsarbeiten an der alten Grundschule in Stotel. Sie soll zu einem Kulturzentrum werden.  

Den offiziellen Bescheid darüber überbrachte der Leiter des Amtes für Landentwicklung, Siegfried Dierken, an den Loxstedter Bürgermeister Detlef Wellbrock. Leader ist eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union, mit der seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Lokale Aktionsgruppen erarbeiten mit den Akteuren vor Ort maßgeschneiderte Entwicklungskonzepte für ihre Region. Der Schiffdorfer Bürgermeister Klaus Wirth, der die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Region Wesermünde-Süd als Vorsitzender leitet, nahm ebenfalls an der Übergabe des Bescheides im Kulturzentrum teil. Sowohl Dierken als auch Wirth und Wellbrock bezeichneten die Schaffung des Kulturzentrums Alte Schule Stotel als ein Vorzeigeprojekt in dem von der Ortsgemeinschaft Stotel und dem Heimat- und Bürgerverein sehr viel bewegt wird. „Der Verein hat hier bereits mehr als 1500 Arbeitsstunden investiert und vieles ist noch zu tun. Es wird noch Jahre dauern bis alles fertig ist und deshalb wurde die Leader-Maßnahme angeschoben und der Gemeinderat grünes Licht für die Co-Finanzierung gegeben“, betonte der Bürgermeister. Der Vorsitzende des Stoteler Heimat- und Bürgerverein, Karl-Heinz Bellmer und Ortsvorsteher Fritz Grieger erzählten wie es dazu gekommen ist, die ehemalige Grundschule umzubauen. Demnach wurden nach der Erweiterung der Grundschule in der Ortschaft Stotel an der Schulstraße 2005 Möglichkeiten einer Folgenutzung der denkmalgeschützten Alten Schule Stotel an der Burgstraße gesucht. Mit dem Ziel des Gebäudeerhalts und Umnutzung als Kultur- und Gemeindezentrum wurde dem örtlichen Heimat- und Bürgerverein Stotel die Nutzung übertragen. Unter Einbindung von Sponsorengeldern und Spenden sowie Eigenleistungen, vorrangig von Mitgliedern des Heimat- und Bürgervereins, der Siedlergemeinschaft und Ein-Euro-Kräften ist es mit dem Know-how örtlicher Gewerbetreibender gelungen, wesentliche Teile des Gebäudes zeitgemäß nutzbar zu machen. Zum Beispiel wurden die WC-Anlagen im Anbau saniert und die Heimatstube weitgehend fertig gestellt. Die Küche im Erdgeschoss wird durch einen örtlichen Gastwirt betrieben. Im ersten Obergeschoss hat der Landkreis Cuxhaven sanierte Räume für die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisabfallwirtschaft übernommen. Derzeit laufen Verhandlungen mit der Volkshochschule des Landkreises zur Nutzung weiterer Räume. Um das denkmalgeschützte Gebäude abschließend als Kulturzentrum nutzen zu können, stehen noch Umbau- und Sanierungsarbeiten an, die die Akteure weder finanziell noch durch Eigenleistung in absehbarer Zeit bewerkstelligen könnten. (br)