Archiv Theater 2016

Stotel /Freitag, den 03. März 2016. Es war eine tolle Premiere. Die Stoteler Plattenspeelers haben mit ihrer neuen Organisationsstruktur und zwei neuen Darstellern  ins Schwarze getroffen. Die Zuschauer amüsierten sich bestens beim   Dreiakter „Robert schall fleegen“.

Damit hat das neue Orga-Team mit  Harald Becker, Christiane Decker, Hans und Renate Wittschen, Anke Oetjen (Regie) und Stefan Böckelken (Technik) seine Feuerprobe bestanden.  In dem Dreiakter fanden die langjährigen Darsteller ebenso ihre Rolle wie die beiden Neulinge Katja Dornis und Ralf Wrede.

Horst Bellmann glänzt als Tierarzt Roland de Ries als Despot ebenso wie als jammernder Angsthase. Ulrike Ahrens-Dornis als Ehefrau Herma muss ständig die Wogen glätten,  versucht herrlich komisch Tochter Anja ( Katja Dornis, top frisiert von Rosita Richter), möchte Freizeitreporter Hanno (Ralf Wrede) heiraten, aber der traut sich nicht, um ihre Hand anzuhalten. Als Vertreter Pufahl (Uwe Bargmann)  die Nachricht von dem Gewinn einer  Reise nach Indien überbringt, sind nicht nur die Eheleute hin- und hergerissen, sondern auch Nachbarin Lieschen Halvestatt  (herrlich schräg: Hanna Clüver) findet so manches Haar in der Suppe. Als rettender Anker erscheint  die sportliche, praktisch veranlagteTante Ubine (Christiane Decker). Sie schwärmt von der grenzenlosen  Freiheit über den Wolken. Als sie Reinhard Mays Lied schmettert, stimmte das Premierenpublikum spontan mit ein. Das war zwar am Sonntag nicht der Fall, aber auch da gab es reichlich Szenenapplaus und Lachsalven bis zum Schluss. Hans Wittschen: „Mit viel Applaus hat das Publikum honoriert, dass viel Herzblut in der Aufführung steckt“. Für Ulrike Ahrens-Dornis gab es noch eine besondere Überraschung: Für 35 Jahre aktives Spiel erhielt sie Foto und Urkunde vom HBV. Souffleuse Helgrid Heer-Brünjes musste mehrere Vorhänge abwarten, bevor es im Saal ruhig genug war, um die Darsteller und ihre Rollen sowie Regisseurin Anke Oetjen im Abspann vorzustellen. (Text u. Bild Anita Becker)

 

Samstag, der 09.01.2016: besser hätte das Jahr für das Kulturzentrum „Alte Schule Stotel“ nicht beginnen können. Ausverkauftes Haus. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Und zu Recht war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Mirja Regensburg hat uns mit ihrem Soloprogramm „Mädelsabend“ mehr als belohnt. Die Lachmuskeln wurden dermaßen strapaziert, dass heute ein Muskelkater in der Bauchgegend in Kauf genommen werden muss. Es müssen nicht immer Sit Ups sein. Ganz egal, ob sie uns von ihrem HSV verrückten Freund erzählt hat, der alleine im Wohnzimmer sitzt und ole ole ole singt oder von der monotonen, schrillen Stimme der Arzthelferin beim Lungenfunktionstest, ein – aus – ein – aus – ein – aus aus aus aus aus, es war immer zum Schreien komisch. Aber ich glaube, so auch Ruth H. aus Bremerhaven, das besondere an ihrem Programm lag in der Abwechslung. Mal Stand-up Comedy, mal Gesang, mal Improvisation. Sehr lustig war auch das Einbeziehen einzelner Gäste, so wie Wilfried aus Suhrheide. Er, auch HSV Fan und dadurch Kummer gewöhnt, seit 25 Jahren Fischtown Pinguins Fan, wie wir erfahren haben, saß als Feuerwehrhauptmeister a.D. mit einem roten Poloshirt im Publikum. „Kannst auch nicht richtig loslassen.“ kam prompt als Bemerkung. Mirja hat uns begeistert, mit ihrem Charme, ihrer Spontanität und mit ihrer tollen Gesangsstimme. Keine Wunder,  Mirja Regensburg hat eine Musikausbildung in Hamburg genossen und 10 Jahre als Musikdarstellerin gearbeitet. Mirja dazu: „Singen und Spielen mag ich, das Tanzen weniger. Wenn man auf dem Bauernhof aufgewachsen ist, steht man halt lieber in Gummistiefeln als in Ballettschlappen.“ Der Abend lief zwar unter der Überschrift „Mädelsabend“, aber auch die zahlreich anwesenden Männer, ob nun freiwillig oder nicht, haben sich sehr wohl gefühlt.

„Es war ein super Abend. Ich habe mich köstlich amüsiert.“ meinte Marc B. aus Bremerhaven. „Wenn Mirja noch einmal nach Stotel kommen sollte, ich bin wieder dabei.“ so Silke M. aus Stotel. Warum nicht, ich würde mich persönlich auch sehr freuen. (mg)

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