Archiv Musik 2012

Musikalisch einmal durch Europa gereist

Klassikabend im Kulturzentrum Alte Schule in Stotel – Verzaubertes Publikum ruft nach Wiederholung

Stotel, Samstag, der 03. November 2012. Auf eine musikalische Reise durch Europa haben sich gut hundert Gäste des Klassik-abends im Kulturzentrum Alte Schule in Stotel begeben. Sie wurden begleitet und aufs Beste unterhalten von dem Geigenvirtuosen Vasilij Rusnak, der Sopranistin Friederike Paar sowie dem Pianisten Adrian Rusnak. Als Reiseleiter fungierte Norbert Duwe, der mit Gedichten und Geschichten verbindende und erklärende Worte fand. Die erste Reise des von der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln unterstützten Abends machten Vasilij und Adrian Rusnak. Sie führten die Gäste nach Frankreich zur Meditation von Jules Massenet. Schon nach den ersten Takten trat gespannte Stille ein. Manch einer horchte begeistert auf, als Vasilij Rusnak sein virtuoses Spiel begann. Zu verzaubern wusste anschließend auch Friederike Paar, die mit der Arie der Susanna aus Figaros Hochzeit nach Sevilla einlud. Ihr nächstes Ziel war das ehemalige Böhmen, wo ein Kirchweihfest mit Brautschau gefeiert wurde. Sehr überzeugend machte Paar ihrem Bräutigam klar, was passiert, „Wenn ich das einmal erfahre, dass du’s nicht mehr ehrlich meinst“, aus Smetanas „Die verkaufte Braut“. „Mit klassischer Musik lassen sich sowohl die Grenzen der Generationen untereinander, als auch die Grenzen innerhalb der Gesellschaft bequem überwinden.“ Damit kündigte Duwe Vater und Sohn Rusnak an, die ihre Zuhörer nach Bratislava zu Franz Liszt mitnahmen, der dort als Neunjähriger am 26. November 1829 sein erstes eigenes Konzert gab. Weiter führte der Weg nach Paris zu Frederic Chopin und nach Schweden zu Henryk Wieniawskis Polonaise in A-Dur. „Der junge ehemalige Lehrer und Komponist Joachim Raff war begeisterter Liszt-Anhänger und wollte ein Konzert seines Idols in Basel erleben. Ohne Geld machte er sich auf den Weg. Da alle Plätze besetzt waren, vermittelte Liszt ihm einen Platz auf der Bühne“, erzählte Duwe und leitete damit den zweiten Teil des Abends ein.
Herrlich verführerisch
Mit der Cavatine von Raff spielte sich Vasilij Rusnak endgültig in die Herzen der Zuhörer. Friederike Paar bewies mit dem Lied der Kurfürstin „Als geblüht der Kirschenbaum“ und „Ich bin die Christel von der Post“ aus Zellers „Der Vogelhändler“, dass sie auch die hohen Töne locker beherrscht. Herrlich, wie sie als Christel die verführerische Kokette gab und anschließend inniglich riet: „Folg nur deinem Herzen“ aus Streckers Ännchen von Tharau. Mit den „Ungarischen Tänzen“ von Johannes Brahms, Franz von Vecseys „Valse triste“ und Pablo de Sarasates Zigeunerweisen beendeten Vater und Sohn Rusnak einen wunderbaren Opernabend. „Einfach bezaubernd. Ein Erlebnis, das uns hoffentlich jährlich hier in Stotel zuteilwird“, brachte Besucherin Helga Karas die Stimmung auf den Punkt. (be)

(Textauszug Artikel NZ vom 06.11.2012)

Endlich starten die Konzerte wieder

Auftritt von Spohn & Kemna lockt viele Besucher an

Stotel, Samstag, der 22. September 2012.
Das Publikum war begeistert: Der Auftritt von Spohn & Kemna im Kulturzentrum Alte Schule kam gut an beim Publikum. „Die würde ich mir auf jeden Fall gerne noch einmal ansehen“, sagt Annette Brexendorf. Zur Musik, die Werner Spohn, Jürgen Kemna, Helmut Gawron und Hartmut Bock machten, blieb so mancher Zuhörer nur mit Mühe ruhig auf seinem Stuhl sitzen. Die handgemachte norddeutsche Musik, teilweise selbst komponiert, verführte zum Mitwippen. Kein Wunder, dass die vier Musiker erst nach mehreren Zugaben von der Bühne gelassen wurden. Es war das erste Konzert nach der Sommerpause, das der Kulturkreis des Heimat- und Bürgervereins organisiert hatte. Seit fast zwei Jahren werden einmal im Monat abendfüllende Programme in der Alten Schule geboten. An der „Wall of Fame“ im Flur verewigten sich alle Künstler, die bislang dort auftraten. „Bisher haben wir mit unserer Auswahl offenbar den Geschmack unserer Gäste getroffen, denn viele kommen immer wieder “, sagt Tanja Grünefeld, Sprecherin des Kulturkreises. Die nächste Veranstaltung ist am Samstag, 3. November, und heißt Stotel goes Klassik. Karten gibt es bei Eidam/Schneider, Schomacker, Boutique Basar in Bremerhaven und bei Pülschen in Stinstedt. (be)

(Textauszug Artikel NZ vom 24.10.2012)

„Café Brunette“ Freitag, der 01. Juni 2012

Chansons und Filmmusik auf hohem Niveau brachten die vier Musiker von „Café Brunette“ ins Kulturzentrum Alte Schule. „Das war ein schöner Abend!“ So wie Ulf Alsguth äußerten sich viele Besucher des Konzerts von „Café Brunette“ mit Thomas Krizsan (Akkordeon), Martin Henkel (Kontrabass), Christoph Teichmann (Violine) und Caspar Heinemann (E-Gitarre). Die vier Musiker aus Bremen hatten ihr Publikum von Anfang an im Griff. Die leichten Musettewalzer zum Auftakt, luftig locker und mit Inbrunst gespielt, brachten eine sommerlich entspannte Atmosphäre in den Saal. Viele Melodien waren dem Publikum bekannt, auch wenn der Filmtitel nicht in allen Fällen sofort präsent war. Aber da half die charmante Moderation des Geigers Christoph Teichmann weiter. Bezaubernd wie der Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“, waren die beiden ausgewählten Stücke von Yann Thiersen und bei dem Soundtrack von Lawrence von Arabien glaubte man, die Glut der Wüste zu spüren. Die Stücke von Django Reinhardt wurden abgelöst vom „Tatü-Tata“ einer Polizeisirene, die den Auftakt zu Kommissar Maigret markierte. Einzig die Frage, wozu die Papiertüten auf den Stühlen gedacht waren, blieb bis kurz vor der Pause unbeantwortet. „Den Einsatz bekommen Sie während des Stückes selbst mit“, versprach Teichmann. Und so raschelten die Gäste im Rhythmus des Hufschlages, als der Soundtrack von „Über die Prärie“ gespielt wurde. So war es zwar nicht gemeint, denn eigentlich sollte lediglich der Schuss am Ende erzeugt werden. Spaß gemacht hat’s trotzdem. Das Konzert wurde von der Volksbank unterstützt. (be)

(Textauszug Artikel NZ vom 18.06.2012)

„CoJack Blues“ Samstag, der 21. April 2012

Die Band „CoJack Blues“ begeistert das Publikum im Stoteler Kulturzentrum „Alte Schule“. Das Herz der Bluesfreunde schlug höher, als die fünf Musiker der Band „CoJack Blues“ alle Register ihres Könnens zogen. Die 17. Abend-veranstaltung reihte sich damit nahtlos in die Serie ihrer gelungenen Vorgängerinnen ein. Die Stimmung war von Anfang an prima und die Idee, mit Stehtischen und offenen Türen für Clubatmosphäre zu sorgen, zeigte sich als glücklicher Einfall. „Im Sitzen wäre die Atmosphäre nicht so aufgekommen“, beschrieb Meike Seidenberg die Stimmung. So dauerte es auch nicht lange, und der handgemachte, fetzige Sound der fünf Musiker fuhr den Gästen in die Beine, bewegte sie zum Mitwippen. Das war spätestens bei „Looking Back“ von „Dr. Feelgood“ der Fall. Diese Band hatte vor allem in den 70er Jahren ihre großen Erfolge und war den meisten Gästen im Kulturzentrum bestens bekannt. Auch die Songs von „John Mayall“ weckten Erinnerungen und sorgten für echtes Blues-Feeling. „Bei Blues kann man nur so dahin schmelzen. Es ist toll, wunderbar“, schwärmte Uschi Gerdes und ihre Begleiter nickten bestätigend. So wie ihr schien es den meisten der Gäste zwischen 18 und 70 Jahren gegangen zu sein, denn lächelnde Gesichter und gute Laune waren vorherrschend. „CoJack Blues“ hatte den Coverstücken ihre eigene Note gegeben, so dass die Musik bis zum letzten Stück überraschend und facettenreich blieb. Tolle Schlagzeug- und Gitarrensoli und die überzeugende Stimme von Udo Rösner sorgten für einen wunderbaren Abend. (be)

(Textauszug Artikel NZ vom 24.04.2012)

„Craic“ Freitag, der 17. Februar 2012

Traumhafte Musik von der Grünen Insel bot die westfälische Band „Craic“ und sorgte für gute Stimmung im Kulturzentrum Alte Schule Stotel. „Es war ein toller Abend und die Stimmung einfach unschlagbar“, Ulrike Ahrens-Meinhardt ist begeistert von „Craic“, die mit ihrer irischen Folk-Musik für beste Unterhaltung gesorgt haben. Schon lange vor Beginn drängten sich viele Besucher in dem Saal. Gut beraten waren die Organisatoren, die anstelle fester Stuhlreihen lediglich einige Sitzplätze, ansonsten aber Stehtische im Saal verteilt hatten. So konnte jeder, der wollte, den Raum für kurze Zeit verlassen, um sich mit Getränken zu versorgen. „Craic“, eine Band, deren Mitglieder aus Wiedenbrück, Arnsberg und Landau angereist waren, brachte den ganzen musikalischen Zauber der Grünen Insel nach Stotel. So kamen die Liebhaber der als „Rauf- und Sauflieder“ bekannt gewordenen deftigen Stücke genauso auf ihre Kosten, wie diejenigen, die lieber stimmungsvolle Balladen hören und dabei ins Träumen geraten. Es war ein Vergnügen, der virtuosen Béatrice Hermann zuzuhören, wie sie mit ihrer Fiedel die hügelige Landschaft Irlands herbeizauberte. Und auch Mario Kuzyna beeindruckte mit seiner Stimme, wenn er von Helden, schwerer Arbeit und Freiheitsdrang sang. Bestens begleitet wurden sie von Torsten Hahne, der mit Banjo und Mandoline den typisch irischen Sound komplett machte. Die Drei kamen gut an in Stotel und auch noch lange nach Konzertschluss lag eine gute Stimmung im Kulturzentrum. (be)

(Textauszug Artikel NZ vom 07.03.2012)