Archiv Kulturkreis 2012

Anrührende Sagen im Kulturzentrum

Stotel, Sonntag, der 02. Dezember 2012. Geschichten vom Schenken und Märchen für Erwachsene haben die Adventszeit im Kulturzentrum Alte Schule eingeläutet. Jutta Nagel hatte eine Auswahl an Geschichten mitgebracht, die ihre Zuhörer in die rechte Weihnachtsstimmung versetzten. Umrahmt wurden diese von Yulia Luskan, die mit Geige und Klavier für die passende Stimmung sorgte. Der Kulturkreis des Heimat- und Bürgervereins hatte die „gute Stube“ weihnachtlich geschmückt. Die Zuhörer erfuhren von Nagel, dass vor langen Jahren die Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag auch als die „Zwölften“ bezeichnet wurde. Sie lauschten der Geschichte eines Blinden, der sehend wurde sowie der Sage über eine alte, kranke Fischersfrau, die durch das In-Brand-Setzen ihres eigenen Hauses die Einwohner der Stadt Husum vor dem Ertrinken gerettet haben soll. (be)

(Textauszug Artikel NZ vom 06.12.2012)

Amüsante Alltagsgeschichten

Autorin Grete Hoops aus Zeven unterhält Landfrauen mit Lesung aufs Beste

Stotel, Mittwoch, der 22. Februar 2012. „So einen schönen Nachmittag haben wir lange nicht erlebt.“ Mehr als 40 Landfrauen waren in das Kulturzentrum Alte Schule nach Stotel zu einer Lesung gekommen. Grete Hoops aus Tarmstedt las aus ihren plattdeutschen Büchern wahre Geschichten aus der Region vor. In ihren Kurzgeschichten erzählt die Autorin von schlitzohrigen und schlagfertigen Leuten aus der guten alten Zeit, gibt aber auch aktuelle Gegebenheiten wieder. Mit ihrem Vortrag zauberte sie oft ein Schmunzeln in die Gesichter, und nicht selten klang auch herzhaftes Lachen durch den Raum. Grete Hoops wurde 1935 in Ostertimke bei Zeven geboren und wuchs auf der elterlichen Landstelle auf. Bereits in der Schule schrieb sie gern Aufsätze und kleine Geschichten. Doch erst im reiferen Alter fasste sie den Mut, ermuntert und unterstützt von einer Freundin, ihre Geschichten zu veröffentlichen. Der Isensee Verlag aus Oldenburg brachte 2001 ihr erstes Buch heraus mit dem Titel: „Twischen Waterkant, Heide un Moor“. Nach dem großen Erfolg gleht seitdem fast jährlich ein Buch der plattdeutschen Autorin in Druck. Mittlerweile liegt ihr zehntes Buch „De Klönsnack is dat Beste an’n Norden“ vor. Dabei handelt es sich um eine 80-seitige Reise in die vergnüglichen, skurrilen Begebenheiten des Alltags. (ht)

(Textauszug Artikel NZ vom 05.03.2012)

Mit viel Beifall geht’s ins neue Jahr

Kulturzentrum Alte Schule bietet auch in 2012 bekannten und weniger bekannten Künstlern aus der Region eine Bühne.

Stotel. „Wir hatten viel Erfolg, aber auch jede Menge Glück“, umreißt Tanja Grünefeld, Sprecherin des Kulturkreises, das erste Jahr der Arbeit im Kulturzentrum Alte Schule. Der Reiz, die Räume, in denen man die Schulbank drückte, nun als Veranstaltungsort zu sehen, lockte viele Gäste zu den Veranstaltungen. Nun muss der Erfolg gefestigt werden. 

Dass dieser Anspruch gar nicht so einfach zu erfüllen sein wird, ist den Organisatorinnen und Organisatoren klar. Denn: Erstens gibt es keine öffentlichen Zuschüsse, die Veranstaltungen müssen sich also selbst tragen, und zweitens ist die erste Neugierde der Besucher gestillt. Nun müssen Qualität und Preis stimmen. Unter diesen Vorzeichen und mit den gemachten Erfahrungen haben sich die Planerinnen an die Arbeit gemacht und erst einmal Bilanz gezogen. Was war gut, was lief nur schleppend?

Plattform bieten

Volles Haus gab es bei Konzerten mit Pop, Rock- und leichterer klassischer Musik sowie den Auftritten von bekannten Künstlern aus der Region. „Darauf setzen wir auch 2012. Allerdings geben wir unseren Anspruch, guten, bisher unbekannten Künstlern eine Plattform zu bieten, nicht auf, auch wenn das risikoreicher ist. So haben wir im ersten Quartal neben den Podewitz-Brüdern auch die Irish-Folk-Band ,Craic‘ in Stotel. Die drei Musiker sind hier zwar noch unbekannt, verfügen aber über eine große Musikalität. Auch die für den 21. April verpflichtete Band CoJack-Blues verspricht ein großes Musikereignis zu werden“, sagt Grünefeld. Gänzliches Neuland betritt der Kulturkreis mit vier Musikern aus Bremen: „Café Brunette“ bietet temperamentvollen Swing, Jazz und bekannte Filmmusiken mit einem unverwechselbaren Sound. „InToto“ lockt im November sicher die Fans der bekannten Band Toto ins Kulturzentrum in Stotel. Das Duo Spohn & Kemna und der fantastische klassische Gitarrist David Niedermayer sind als Vertreter des Elbe-Weser-Dreiecks ebenfalls schon fest eingeplant. Für einige dieser Künstler war schon aufgrund der Sponsorensuche ein frühzeitiger Vertragsabschluss mit einem Vorlauf von bis zu einem Jahr notwendig. Volksbank und Sparkasse entscheiden zum Ende eines Jahres über die Zuwendungen im kommenden Jahr. „Wir hoffen sehr darauf, dass auch 2012 wieder eine oder zwei Veranstaltungen von den beiden Sponsoren bezuschusst werden. Weitere potentielle Förderer sind herzlich eingeladen, sich unsere Räume und Vorstellungen einmal unverbindlich anzusehen“, wirbt Grünefeld. Daneben bleibt genügend Raum für Spontaneität. „Im vorigen Jahr hatten sich tolle Künstler kurzfristig beworben, deren Angebote wir wegen der eng gesteckten Termine nicht annehmen konnten. Diese Chancen nehmen wir nun wahr, soweit es in den Ablauf passt und mit den anderen Gruppen abgestimmt ist“, sagt Grünefeld. Die Plattenspeelers haben im März ihre Auftritte und die von Renate Rönsch organisierte Kunstwoche „Ole School un ne’e Kunst“ findet vom 11. bis 19. August statt. „Diese Monate sind belegt, da geht nichts mehr.“ (be)

 

Auf einen Blick:

Kulturzentrum Alte Schule

Ort: Burgstraße/Fleester Straße in Stotel

Ansprechpartner Kulturkreis: Tanja Grünefeld, 04744/5920

Terminvergabe: Martina Gällweiler, 04744/730144

www.AlteSchule-Stotel.loxstedt.de

 

(Textauszug Artikel NZ vom 12.01.2012)